Definiert eine zentrale Zone, etwa den Couchtisch. Wer vorbeigeht, räumt eine Minute auf: Untersetzer zurück, Fernbedienung in die Schale, Flyer weg. Ein Magnet für Mitmachen, kein Pflichtmarathon. Familien berichten, dass Konflikte sinken, weil niemand allein tragende Säule ist. Das Prinzip fördert Verantwortung im Vorübergehen und verwandelt Unordnung in ein gelassenes, gemeinsames Aufräumspiel mit sichtbaren, täglichen Mini-Erfolgen.
Mit einer Sanduhr oder einem Lieblingssong wird eine Minute greifbar. Zähle bunte Bausteine, sammle Punkte, male Sterne. Kinder lieben sichtbaren Fortschritt und kurze Aktionen. Dabei lernen sie Orte, Routinen und Entscheidungen. Eine Leserin markierte eine „Garage“ für Spielzeugautos; der Weg dorthin wurde abends zum Rennen. So wird Ordnung nicht zur Predigt, sondern zur Geschichte, an der alle gerne mitwirken.
Nutzt ein kleines Whiteboard oder Haftnotizen nahe am Hotspot. Jeder notiert einen Mini-Sieg pro Tag. Sichtbarkeit schafft Stolz statt Druck. Wenn Anerkennung fließt, wächst Bereitschaft, wieder anzupacken. Ein WG-Bewohner erzählte, dass sie dank dieser freundlichen Galerie weniger diskutieren und schneller handeln. Kleine, echte Wertschätzung wirkt stärker als jede Regel und macht Beständigkeit überraschend leicht.